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Audit-Log

Die Logs-Ansicht zeigt jede relevante Aktion im System — wer hat wann was geändert:

  • Konfigurationsänderungen (Portal-Zugangsdaten gespeichert, Einstellungen geändert)
  • Kunden-/Produkt-Zusammenführungen und Trennungen, automatisch erkannte Umbenennungen
  • Zuordnungs-Änderungen (Hetzner, Balena, weclapp)
  • Snapshot-Löschungen, Wartungs-Resets
  • Rechnungsläufe und gelöschte PRE-Rechnungen
  • Anmeldungen und Benutzerverwaltung

Filter nach Zeitraum, Typ, Portal und Akteur machen auch lange Zeiträume durchsuchbar.

Speicherung

Die Einträge werden zusätzlich in ein S3-kompatibles Backend (Hetzner Object Storage) geschrieben — konfiguriert in Einstellungen → Audit-Log. Damit ist das Protokoll auch außerhalb der Datenbank gesichert und revisionsfest ablegbar.

Aufbewahrungsrichtlinie (Object Lock)

Im Dialog „Object Storage" der Logs-Ansicht lässt sich unterhalb der Zugangsdaten eine Aufbewahrungsrichtlinie einschalten. Multiverse schreibt dann jeden Log-Eintrag unveränderbar (WORM, „write once read many"): Für die eingestellte Dauer kann das Objekt weder überschrieben noch gelöscht werden — auch nicht von Multiverse selbst und auch nicht mit den hinterlegten S3-Schlüsseln. Genau das macht das Protokoll revisionssicher: Wer sich Zugriff verschafft, kann seine Spuren im Log nicht mehr verwischen.

EinstellungBedeutung
ComplianceDie Frist ist von niemandem vorzeitig aufhebbar — auch nicht vom Bucket-Eigentümer. Die strenge Variante für echte Revisionssicherheit.
GovernanceKonten mit dem Sonderrecht BypassGovernanceRetention können die Sperre aufheben. Gut geeignet, um die Mechanik erst einmal auszuprobieren.
Aufbewahrungsdauer1 bis 3650 Tage (10 Jahre). Die Frist gilt je Eintrag ab dem Zeitpunkt, an dem er geschrieben wird.
  • Voraussetzung: Der Bucket muss Object Lock unterstützen. Das lässt sich nur beim Anlegen eines Buckets einschalten (bei Hetzner die Option „Object Lock" im Bucket-Dialog) und später nicht nachrüsten. Solange der hinterlegte Bucket kein Object Lock hat, bleibt der Schalter gesperrt und die Ansicht erklärt warum; Multiverse prüft das direkt am Bucket, bevor es die Richtlinie speichert. Für eine nachträgliche Umstellung also einen neuen Bucket mit Object Lock anlegen und hier hinterlegen.
  • Rückwirkend passiert nichts: Die Richtlinie greift ab dem Einschalten für neu geschriebene Einträge. Vorhandene Objekte bleiben, wie sie sind.
  • Ausschalten ist jederzeit möglich — bereits geschriebene Einträge bleiben aber bis zum Ende ihrer Frist gesperrt. Das ist der Sinn der Sache und lässt sich nicht rückgängig machen (im Compliance-Modus auch nicht von Hand).
  • Der Verbindungstest meldet mit, ob am Bucket Object Lock aktiv ist; die aktive Richtlinie steht als Chip neben den Zugangsdaten.

Speicherplatz

Gesperrte Objekte lassen sich bis zum Fristende nicht löschen — auch nicht versehentlich, aber eben auch nicht zum Aufräumen. Bei einer langen Frist wächst der Bucket also garantiert. Audit-Einträge sind winzige JSON-Objekte, das fällt praktisch nicht ins Gewicht; trotzdem sollte die Dauer bewusst gewählt werden (z. B. 365 Tage statt „so lang wie möglich").